Das Herrenhaus wurde von Carl von Behr-Negen- dank in Auftrag gegeben und vom Strelitzer Hofbaumeister Friedrich Wilhelm Buttel um das Jahr 1825 errichtet. Um das Jahr 1850 wurde das Schloss durch den Anbau einer Orangerie und eines zweistöckigen Wohnbereichs erweitert. Das Bauwerk diente der Familie Behr von Negendank bis zum Zweiten Weltkrieg als Wohnsitz. Nach 1945 wurde das Herrenhaus geplündert und teilweise zerstört und es ging in den Besitz der Gemeinde Semlow über, wurde saniert und bis 1989 unter anderem als Schule, Kindergarten, Speisesaal und Sitz der Gemeindebibliothek genutzt.
Zum Zeitpunkt der Fertigstellung um das Jahr 1826 bestand das zweigeschossige Schloss nur aus dem heutigen Mittelteil des Gebäudes. Dessen vordere, dem Dorf zugewandte Fassade, enthält 15 Fensterachsen, von denen die mittleren drei auf den Mittelrisaliten entfallen. Etwa auf der halben Höhe des Mittelrisaliten befindet sich ein von vier Säulen getragener Altan und darunter ein Eingang, der zum Festsaal führt. Die Rückseite des Gebäudes ist dreigeschossig und besitzt 17 Fensterachsen, von denen die mittleren fünf als Mittelrisalit aus dem Gebäude herausragen. Der östliche Anbau wurde erst um das 1850 als Orangerie errichtet und war von einem viereckigen Turm gekrönt. Dieser Turm fiel den umfangreichen Sanierungsarbeiten nach 1945 zum Opfer.


 

Schloss Semlow um 1860 (Quelle Impressum)


Schloss Semlow 2013
 
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